Kurzfassung:

Jenseits von globalen Themen wie Landnahme durch internationale Konzerne (auch „land grabbing“ genannt) und kritischen Abbaumethoden von Rohstoffen, wie dem „Fracking“, können Unternehmen auch hierzulande eigeninitiativ einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Flächennutzung leisten. Aus ökonomischen, sozialen und ökologischen Gründen sind Sie als Unternehmen gut beraten, wenn Sie verantwortungsvoll mit den von Ihnen direkt oder indirekt genutzten Flächen umgehen. Dazu gehören Flächen, auf denen von Ihnen genutzte Rohstoffe gewonnen oder abgebaut werden, ebenso wie die von Ihnen verursachten Versiegelungen, etwa durch Parkplätze, große Lagerstandorte oder Zufahrtswege.

Die Bevölkerung wächst, aber der Planet nicht mit ihr: Mit abnehmender Verfügbarkeit von Flächen steigen Druck und Anspruch auf den Flächennutzer und auch der Preis für die Nutzung steigt. Um trotzdem im Wettbewerb zu bestehen, sollten Sie daher die Weichen für ein solides Flächenmanagement früh stellen. Faktoren, die in die Betrachtung einfließen, sind die ökologische Relevanz, die steigenden Kosten für die Flächennutzung, die Reputation Ihres Unternehmens, die Kommunikation mit Interessensgruppen, der rechtliche Rahmen sowie Ihre Mitarbeiter.

Verantwortungsvolle Unternehmen kennen ihren Einfluss auf den Flächenverbrauch vor Ort und in der Region aus der sie Rohstoffe beziehen. Und darum geht es im Kern: Flächenmanagement umfasst die Reduktion des Flächenverbrauchs, die Aufwertung von Nutzflächen, die Renaturierung versiegelter Flächen und die Schaffung von Ausgleichsflächen. Dabei gehört die Zukunft innovativen Lösungen, die unternehmerische Interessen mit ökologischen Anforderungen ausgleichen und sich im Idealfall obendrein positiv auf Ökonomie und Ökologie auswirken!

Dabei spielt der direkte Eingriff durch den Abbau von Rohstoffen, Transport sowie durch Ihre Zulieferer eine Rolle. Aber auch der indirekte Abbau durch Verwendung von Rohstoffen, wie beispielsweise Palmöl, hinterlässt in der eigenen Ökobilanz einen ökologischen Fußabdruck. Je nachdem wie stark Ihr Unternehmen als Produzent oder Dienstleister in das Ökosystem eingreift, sollten Sie ein entsprechendes Flächenmanagement betreiben.

In Deutschland gibt es bereits eine Reihe von gesetzlichen Vorschriften. Hier sind Sie gut beraten, wenn Sie sich frühzeitig auf das Thema einstellen und verantwortungsvoll mit den von Ihnen genutzten Flächen umgehen. Wie ein umfassender Managementplan aussehen kann, zeigt das N-Kompass-Dossier „Flächenmanagement im Unternehmen“ von Dr. Frauke Fischer.

Über die Autorin: Dr. Frauke Fischer ist studierte Biologin, sie ist ausgemachte Expertin an der Schnittstelle von Forschung im Bereich Biodiversität und Klimawandel und setzt dieses Wissen in einen unternehmerischen Kontext. Neben ihren wissenschaftlichen Tätigkeiten ist sie Autorin, Moderatorin und Referentin.

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